AGB


Allgemeine Geschäftsbedingungen

1. Geltungsbereich, Vertragsgegenstand, anwendbares Recht, Gerichtsstand

1.1 Die nachfolgenden Vermietbedingungen gelten ausschließlich. Entgegenstehende oder von den AGB vom Vermieter abweichende Bedingungen des Mieters werden nicht anerkannt. Die AGB vom Vermieter gelten auch dann, wenn der Vermieter in Kenntnis entgegenstehender oder von diesen AGB abweichenden Bedingungen des Mieters die Vermietung des Campingbusses an den Mieter vorbehaltlos vornimmt.

1.2 Gegenstand des Vertrags mit dem Vermieter ist ausschließlich die mietweise Überlassung eines Campingbusses. Der Vermieter schuldet keine Reiseleistungen und insbesondere keine Gesamtheit von Reiseleistungen.

1.3 Zwischen dem Vermieter und dem/den Mieter(n) kommt im Buchungsfall ein Mietvertrag zustande, auf den ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland Anwendung findet. In erster Linie dabei die Bestimmungen des Mietvertrags, ergänzt durch die gesetzlichen Vorschriften über den Mietvertrag. Die gesetzlichen Bestimmungen über den Pauschalreisevertrag, insbesondere der §§ 651a-m BGB, finden auf das Vertragsverhältnis weder unmittelbar noch entsprechend Anwendung. Der Mieter gestaltet seine Fahrt selbst und setzt das Fahrzeug eigenverantwortlich ein. Der Mietvertrag ist auf die vereinbarte Dauer befristet.

Die stillschweigende Verlängerung des Mietverhältnisses auf unbestimmte Zeit aufgrund fortgesetzten Gebrauchs gem. § 545 BGB ist ausgeschlossen.

1.4 Sämtliche Vereinbarungen zwischen dem Vermieter und dem Mieter sind schriftlich zu treffen. Bestandteil des Mietvertrags ist auch das vom Mieter und Vermieter vollständig auszufüllende und zu unterschreibende Übergabe-und Rückgabeprotokoll. Mehrere Mieter haften als Gesamtschuldner.

1.5 Der Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhand mit dem Mietvertrag ist Hamburg.

2. Mindestalter, berechtigte Fahrer

2.1 Das Mindestalter des Mieters und jedes Fahrers beträgt 25 Jahre. Sowohl Mieter als auch Fahrer müssen seit mindestens einem Jahr in Besitz eines Führerscheins der Klasse III bzw. der Klasse B, bzw. eines entsprechenden nationalen/internationalen Führerscheins sein und sind bei der Fahrzeugübergabe zwingend zu nennen.

2.2 Der Hauptmieter und alle Fahrer werden im Mietvertrag schriftlich eingetragen und müssen ihren Führerschein bei Fahrzeugübergabe dem Vermieter vorzeigen. Das Fahrzeug darf nur vom Mieter selbst und den im Mietvertrag angegebenen Fahrern gelenkt werden. Der Mieter ist verpflichtet, Namen und Anschrift aller Fahrer, denen er das Fahrzeug auch nur zeitweise überlässt, festzuhalten, und dem Vermieter auf Verlangen bekannt zu geben. Der Mieter hat für das Handeln des Fahrers, dem er das Fahrzeug überlassen hat, wie für eigenes einzustehen.

2.3 Der Campingbus wird ausschließlich für private Zwecke wie Urlaubsreisen o.ä. vermietet. Es ist dem Mieter untersagt, das Fahrzeug zur Beteiligung an motorsportlichen Veranstaltungen und Fahrzeugtests, zur Beförderung von explosiven, leicht entzündlichen, giftigen, radioaktiven oder sonst gefährlichen Stoffen zu verwenden. Auch zur Begehung von Zoll- oder sonstigen Straftaten, auch wenn diese nur nach dem Recht des Tatorts mit Strafe bedroht sind, zur Weitervermietung oder Verleihung oder für sonstige gewerbliche Zwecke – außer zu ausdrücklich vertraglich vereinbarten – oder für sonstige Nutzungen, die über den vertraglichen Gebrauch hinausgehen, ist die Nutzung untersagt.

2.4 Das Fahrzeug darf nur vom Mieter und max. zwei weiteren Fahrern gelenkt werden.

3. Mietpreise, Mietdauer, Versicherungen

3.1 Die Mietpreise ergeben sich grundsätzlich aus der bei Vertragsschluss jeweils gültigen Preisliste des Vermieters. Ebenfalls abgegolten sind die Kosten für Wartung und Verschleißreparaturen sowie der vereinbarte Versicherungsschutz. Die Mehrwertsteuer ist in den Mietpreisen enthalten. Es gelten jeweils die Preise der in der Preisliste ausgewiesenen Saison, in die der gebuchte Mietzeitraum fällt.

3.2 Die jeweiligen Mietpreise beinhalten:

– ab dem ersten Tag und bis zum 20. Tag: 250 km gefahrene Kilometer pro Tag; Mehrkilometer werden nach Tachostand mit 0,30 € pro Kilometer abgerechnet und von der Kaution einbehalten.

– ab dem 21. Tag sind alle gefahrenen Kilometer pro Anmietung frei, soweit kein unübliches Fahrverhalten erkennbar ist.

Wird der Zweck der Vermietung vom Vermieter angezweifelt und ist im Nachhinein eine Zweckentfremdung erkennbar, ist der Mieter zu Schadensersatz verpflichtet. Im Mietpreis nicht enthalten sind insbesondere Mautkosten, Kraftstoffkosten, Parkgebühren, Campingplatzgebühren sowie andere Stellplatzkosten oder Transportgebühren wie (Fährkosten). Auch Strafgebühren oder Bußgelder gehen zu Lasten des Mieters.

3.3 Bei Rückgabe nach der schriftlich vereinbarten Zeit berechnet der Vermieter pro angebrochenem Tag Kosten in Höhe des Tagessatzes nach aktueller Preisliste. Generell besteht kein Einverständnis des Vermieters, das Mietverhältnis automatisch in ein auf unbestimmte Zeit fortgesetztes Mietverhältnis umzuwandeln.

3.4 Die Ausstattung der Fahrzeuge ist der Internetseite www.bullibue.de zu entnehmen.

4. Reservierung, Zahlungsbedingungen, Kaution

4.1 Über die Internetseite oder per Telefon kann eine unverbindliche Reservierung vorgenommen werden. Nach mündlicher oder schriftlicher Zustimmung zur Reservierung verschickt der Vermieter einen Mietvertrag. Dieser muss innerhalb von 7 Tagen an den Vermieter mit der Unterschrift des Mieters per Post, E-Mail oder Fax zurückgeschickt werden. Durch die Unterschrift beider Vertragsparteien wird die Buchung verbindlich.

4.2 Nach einer verbindlichen Buchung müssen 30% des Mietpreises innerhalb von 7 Tagen nach Rechnungsstellung gebührenfrei auf dem Girokonto des Vermieters eingegangen sein (Anzahlung). Die restlichen 70% des Mietpreises müssen spätestens 30 Tage vor Reiseantritt auf dem Konto eingegangen sein (Restzahlung). Sofern der Mieter diese Fristen überschreitet, ist der Vermieter nicht mehr an die Buchung gebunden und kann den Vertrag einseitig stornieren. In diesem Fall sind die Stornogebühren gemäß Ziffer 5.1 zu zahlen.

4.3 Bei kurzfristigen Buchungen (weniger als 4 Wochen bis zum Mietbeginn) wird der Mietpreis sofort fällig.

4.4 Zur Sicherheit für die Rückgabe des Fahrzeugs muss eine Kaution in Höhe von 1.000 € durch den Mieter beim Vermieter durch vorherige Überweisung auf ein dem Mieter bekannt zu gebendes Konto hinterlegt werden (Kautionszahlung). Ohne Hinterlegung der Kaution wird das Fahrzeug nicht ausgehändigt. Der Vermieter ist nicht verpflichtet, die Sicherheit von seinem Vermögen getrennt anzulegen. Eine Verzinsung der Sicherheit erfolgt nicht.

4.5 Bei ordnungsgemäßer Rückgabe des Fahrzeugs in unbeschädigtem Zustand, abgesehen von im Übergabeprotokoll aufgeführten Schäden, erfolgt eine vollständige Rückzahlung der Kaution spätestens 14 Tage nach Beendigung des Mietverhältnisses per Überweisung auf ein durch den Mieter bekannt zu gebendes Bankkonto. Dies befreit den Mieter aber nicht von der Haftung für verdeckte oder versteckte Mängel oder Beschädigungen, die im Nachgang vom Vermieter festgestellt werden. Hier gelten die allgemeinen gesetzlichen Vorgaben.

5. Umbuchung, Rücktritt, Verspätete und Vorzeitige Rückgabe

5.1 Eine Stornierung der verbindlichen Buchung hat schriftlich per E-Mail, Post oder per Fax zu erfolgen. Bei Rücktritt von der verbindlichen Buchung durch den Mieter wird folgende Entschädigung (Stornogebühr) fällig:

    • 30 % des Mietpreises bis 50 Tage vor vereinbartem Mietbeginn
    • 70 % des Mietpreises vom 59. bis 15. Tag vor dem vereinbarten Mietbeginn
  • 100 % des Mietpreises ab dem 14. Tag vor dem Tag der Anmietung oder bei Nichtabnahme des Fahrzeugs

5.2 Entsteht dem Vermieter aufgrund einer verspäteten Rückgabe des Fahrzeugs ein Schaden (z.B. entgangener Gewinn, Schadenersatzansprüche des nachfolgenden Mieters, Organisationsaufwand etc.), so behält sich der Vermieter vor, diese Schadensersatzansprüche gegen den Mieter geltend zu machen. Wird das Mietfahrzeug vorzeitig vor dem vereinbarten Rückgabetermin zurückgegeben, ist dennoch der volle, im Mietvertrag vereinbarte, Mietpreis zu bezahlen.

6. Übernahme, Rückgabe, Mängelanzeige

6.1 Fällt das Fahrzeug aufgrund eines nicht selbstverschuldeten Unfallschadens aus, so ist der Vermieter nicht verpflichtet, dem Mieter am Übergabeort ein Ersatzfahrzeug zur Verfügung zu stellen. Weitergehende Ansprüche des Mieters gegen den Vermieter aufgrund des Ausfalls des Wohnmobils sind ausgeschlossen.

6.2 Der Mieter ist verpflichtet, vor Antritt der Fahrt an einer ausführlichen Fahrzeugeinweisung durch den Vermieter am vereinbarten Übergabeort teilzunehmen. Der Vermieter kann die Übergabe des Fahrzeugs verweigern bis die Fahrzeugeinweisung erfolgt ist. Entstehen durch Verschulden des Mieters Verzögerungen bei der Übergabe, hat er daraus resultierende Kosten zu tragen.

6.3 Der Mieter ist verpflichtet, das Fahrzeug nach Ablauf der Mietzeit an dem im Mietvertrag definierten Ort und zum vereinbarten Zeitpunkt zurückzugeben. Der Mieter ist verpflichtet, bei Rückgabe des Fahrzeugs gemeinsam mit dem Vermieter eine abschließende Überprüfung des Fahrzeugs vorzunehmen, wobei ein Rückgabeprotokoll erstellt wird, das vom Vermieter und dem Mieter zu unterzeichnen ist.

6.4 Der Zustand des Fahrzeuges ergibt sich aus dem bei der Übergabe des Fahrzeuges zu erstellenden Übergabeprotokolls. Das Übergabeprotokoll wird Bestandteil des Mietvertrages. Das Fahrzeug kann Beschädigungen haben, die im Übergabeprotokoll verzeichnet sind. Sämtliche vorgenannten Beschädigungen beeinträchtigen die Gebrauchstauglichkeit nicht.  Nach Rückgabe des Fahrzeugs in unbeschädigtem und besenreinem Zustand erfolgt die Rückzahlung der Kaution innerhalb von 7 Werktagen. Der Mieter haftet weiterhin für verdeckte Mängel und Beschädigungen, unabhängig von der Rückzahlung der Kaution.

6.5 Treibstoff- und Betriebskosten (wie z.B. Öl, AdBlue etc.) während der Mietdauer trägt der Mieter. Es darf nur Motoröl der passenden Spezifikation laut Handbuch des Fahrzeugs verwendet werden. Das Reisemobil wird voll getankt übergeben und muss voll getankt zurück gegeben werden. Anderenfalls berechnet der Vermieter die tatsächlich anfallenden Treibstoffkosten zzgl. einer einmaligen Bearbeitungspauschale von 30 €. Der Betrag darf direkt von der Kaution abgezogen werden.

6.6 Das Mietfahrzeug muss innen besenrein vom Mieter an den Vermieter übergeben werden. Die weitergehende Innen- und Außenreinigung übernimmt der Vermieter und diese ist mit der Mietpauschale abgegolten. Starke Verunreinigungen z.B. auf den Polstern, an der Innendecke oder Innenwänden werden entsprechend der entstandenen Reinigungskosten von der Kaution einbehalten. Sollte das Fahrzeug aussen sehr stark verschmutzt sein (z.B. Schlamm), werden die Kosten der Außenreinigung dem Mieter von der Kaution abgezogen. Wird das Mietfahrzeug nicht ordnungsgemäß und besenrein übergeben, wird ein zusätzliches Reinigungsentgelt von 250 € fällig, das von der Kaution einbehalten wird.

6.7 Der Abwassertank wird kostenlos durch den Vermieter entleert. Die Gasflasche kann teil- oder vollständig entleert zurückgegeben werden. Die Erstfüllung der Gasflasche ist im Mietpreis inkludiert. Bei Fahrzeugen ohne Gasflasche sind sämtliche mit dem Fahrzeug übergebene Gaskartuschen im Mietpreis inkludiert.

6.8 Bei Buchung einer Chemie-Toilette wird diese durch den Vermieter gereinigt und desinfiziert übergeben. Bei Rückgabe des Fahrzeugs ist die Chemie-Toilette gründlich gereinigt an den Vermieter zurückzugeben. Wird die Chemie-Toilette nicht oder nur unzureichend gereinigt übergeben, wird ein zusätzliches Reinigungsentgelt von 150 € fällig, das von der Kaution einbehalten wird.

7. Haftung, Vollkaskoschutz

7.1 Der Versicherungsschutz ist im Mietverhältnis enthalten. Das Mietfahrzeug ist haftpflicht- und vollkaskoversichert. Die Deckungssumme der Haftpflicht-Versicherung beträgt 100 Millionen Euro. Die Selbstbeteiligung des Mieters der Vollkasko-Versicherung beträgt 1.000 €. Teilkasko-Schäden erfordern eine Selbstbeteiligung des Mieters von 1.000 €.

7.2 Die oben genannten Haftungsbegrenzungen entfallen bei Schäden, die durch eine nichtverkehrsgerechte Nutzung oder durch vorsätzliche bzw. grob fahrlässige Verursachung (z.B. durch Einnahme von Alkohol oder Drogen), durch Nichtbeachtung der Durchfahrtsbreite und Durchfahrtshöhe, durch das Ladegut am Fahrzeug, durch Überladen (Überschreiten des zulässigen Gesamtgewichts), durch Überdrehen des Motors oder Fahren mit zu niedrigem Öl-, AdBlue- oder Wasserstand. Darunter fallen auch das Befahren ungeeigneter und unbefestigter Wege, sowie das Fahren mit geöffnetem Schlafdach. Alle diese Schäden sind vom Mieter in voller Höhe selbst zu tragen.

8. Obhuts- und Sorgfaltspflichten

8.1 Der Mieter unterliegt hinsichtlich der Mietsache der Sorgfaltspflicht und ist verpflichtet die Betriebsanleitungen des Fahrzeuges sowie aller eingebauten Geräte etc. genauestens zu beachten. Der Mieter hat das Fahrzeug sorgsam zu behandeln und alle für die Benutzung maßgeblichen Vorschriften und technischen Regeln zu beachten sowie das Fahrzeug immer ordnungsgemäß zu verschließen und gegen Diebstahl zu schützen. Der Betriebszustand, insbesondere Öl-, AdBlue- und Wasserstand sowie der Reifendruck sind zu überwachen. Der Mieter verpflichtet sich, regelmäßig zu überprüfen, ob sich der Mietgegenstand in verkehrssicherem Zustand befindet.

8.2 Insbesondere verpflichtet sich der Mieter, die bestehenden Verkehrsvorschriften in den jeweiligen Ländern zu beachten.

8.3 Für die Einhaltung der Devisen- Gesundheits-, Maut-, Pass-, Visa-, Verkehrs-, und Zollbestimmungen sind Mieter und Mietreisende selbst verantwortlich. Alle eventuellen Kosten und Nachteile, die aus der Nichtbeachtung dieser Bestimmungen entstehen können, gehen zu Lasten des Mieters.

8.4 Das Rauchen ist in den Fahrzeugen nicht gestattet. Wird das Rauchverbot im Mietfahrzeug missachtet, werden 500 € von der Kaution einbehalten, um den Wertverlust zu kompensieren und eine professionelle Reinigung durchführen zu lassen.

8.5 Die Mitnahme von Tieren jeglicher Art ist nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung durch den Vermieter gestattet. Mit Erteilung der Zustimmung durch den Vermieter erklärt sich der Mieter bereit den Innenraum des Fahrzeugs vor Rückgabe auf eigene Kosten intensiv zu reinigen.

Fällt dem Vermieter eine Zuwiderhandlung auf, muss der Mieter sämtliche extra Reinigungskosten übernehmen (Tierhaarentfernung, Ozonbehandlung etc.) sowie einen Betrag in Höhe von 500 € für den Wertverlust des Fahrzeugs entrichten. Diese Kosten werden von der Kaution einbehalten. Reinigungskosten, die durch die Nichtbeachtung bzw. Zuwiderhandlung entstehen sowie ein dem Vermieter entgangener Gewinn durch die zeitweise Nichtvermietbarkeit gehen zu Lasten des Mieters.

9. Verhalten bei Unfällen und Schäden

9.1 Nach einem Unfall, Brand, Diebstahl, Wild- oder sonstigen Schaden hat der Mieter unverzüglich die Polizei vor Ort zu verständigen. Dies gilt auch bei selbstverschuldeten Unfällen ohne Mitwirkung Dritter. Unterlässt der Mieter, den Schaden polizeilich aufnehmen zu lassen, haftet er voll für jegliche daraus erwachsenden wirtschaftlichen Nachteile des Vermieters. Gegnerische Ansprüche dürfen nicht anerkannt werden. Der Mieter hat den Vermieter selbst bei geringfügigen Schäden unverzüglich telefonisch über den jeweiligen Vorfall zu unterrichten und einen ausführlichen schriftlichen Bericht zu verfassen. Der Unfallbericht muss insbesondere Namen und Anschrift der beteiligten Personen und etwaiger Zeugen sowie die amtlichen Kennzeichen der beteiligten Fahrzeuge enthalten. Außer dem genormten Europäischen Unfallbericht dürfen keine Dokumente bezüglich des Unfalls unterschrieben werden. Ein Formular für den Unfallbericht befindet sich bei den Bordpapieren. Verschleißschäden gehen nur zu Lasten des Vermieters, wenn sie nicht auf unsachgemäße Behandlung des Mieters zurückzuführen sind. Werden unterwegs Schäden festgestellt, so ist der Vermieter per Mail unverzüglich zu unterrichten. Sollte eine Reparatur notwendig sein, ist das Fahrzeug, noch bevor weitere Schäden eintreten können, unverzüglich abzustellen. Die Weiterfahrt, auch bis zur nächsten Werkstatt, ist nur nach der vorherigen Zustimmung des Vermieters zulässig. Dies gilt nicht, wenn nach der Art des Schadens ein Folgeschaden auszuschließen ist.

9.2 Im Falle einer Panne oder einer Fehlfunktion des Fahrzeugs (z.B. Motorlampe leuchtet, Reifenpanne) ist zunächst die Volkswagen Hotline (Mobilitätsgarantie) zu kontaktieren. Mit der Mobilitätsgarantie wird dem Mieter vom Hersteller Volkswagen garantiert, in die nächste VW Werkstatt gebracht zu werden und ggf. ein Ersatzfahrzeug gestellt zu bekommen. Erst wenn hier nach Rücksprache mit Volkswagen keine Zuständigkeit vorliegt, ist der Pannenschutz zu informieren und es kann Versicherungsleistung in Anspruch genommen werden.

9.3 Sollte der Mieter das Fahrzeug in eine Werkstatt bringen oder bringen lassen, so ist der Vermieter unverzüglich und vor Erteilung des Reparaturauftrages über die Werkstatt, Dauer und Kosten der Reparatur zu informieren. Die Genehmigung der Reparatur ist abzuwarten. Reparaturkosten übernimmt der Vermieter nur, wenn die Reparatur vorher durch ihn genehmigt wurde und nur gegen Vorlage entsprechender Belege. Die genaue Kontaktadresse der Werkstatt ist dem Vermieter unverzüglich mitzuteilen. Bei Fahrzeugschäden über einer Grenze von 100 € (Bagatellschaden) hat der Mieter darüber hinaus unverzüglich einen Schadensbericht mit Schadenhergang und Beschreibung des Schadensbildes per E-Mail an den Vermieter zu schicken.

9.4 Reifenschäden: Im Mietzeitraum auftretende Reifenschäden gehen zu Lasten des Mieters, soweit sie nicht nachweislich aus der Zeit vor Fahrzeugübernahme herrühren. Entstehende Kosten für den Abschleppdienst oder die Montage der Reifen müssen vom Mieter nicht übernommen werden, soweit die vom Mieter abgeschlossene Schutzbrief Versicherung diese Kosten deckt. Die Materialkosten wie z.B. Reifen müssen vom Mieter selbst bezahlt werden.

9.5 Steinschläge in Scheiben: Steinschläge in Scheiben werden aus Haftungsgründen bei Vermiet-Fahrzeugen (Wohnmobilen) nicht repariert. Es wird die gesamte Scheibe ausgetauscht. Die anteiligen Kosten (Selbstbeteiligung Teilkasko) trägt der Mieter.

9.6 Bei unsachgemäßer Befüllung des Dieseltanks mit Wasser, Benzin oder anderen Flüssgikeiten darf das Fahrzeug auf keinen Fall gestartet werden. Der Vermieter ist umgehend zu informieren.

9.7 Beschädigungen an der Markise: Um Beschädigungen an der Markise zu vermeiden, ist Folgendes zu beachten: Die Markise darf niemals bei starkem Wind oder Regen ausgefahren werden und im ausgefahrenen Zustand nie unbeaufsichtigt gelassen lassen. Die Kosten für eine neue Markise mit Montage muss bei Zuwiderhandlung der Mieter tragen. Diese können den Kautionsbetrag übersteigen!

Um zur Schadensminderung beizutragen, ist der Mieter verpflichtet, zunächst im Zusammenwirken mit dem Vermieter zu klären, ob über die abgeschlossene Schutzbriefversicherung Leistungen wie Hotelübernachtung, Ersatzfahrzeug (PKW), Fahrzeugrückholung, Bahnrückreise etc. zu erlangen sind. Soweit solche Leistungen reichen, dienen diese zur Entlastung des Vermieters.

9.8 Es werden vom Vermieter nur die Leistungen des Schutzbriefes zugesichert, alle weiteren Kosten trägt der Mieter.

10. Auslandsfahrten, Mautgebühren, Fährfahrten, Autozüge

10.1 Das Fahrzeug darf nur innerhalb der Staaten der europäischen Union sowie Norwegen, Island, Kroatien, Andorra, Albanien, Mazedonien, Bosnien Herzegowina und der Schweiz benutzt werden. Das Reiseziel und die zu bereisenden Länder sind vor Abfahrt dem Vermieter schriftlich mitzuteilen. Ausgeschlossen sind Reisen in die Türkei, Russland, Marokko, Tunesien und alle anderen nicht EU-Länder innerhalb des geografischen Europas sowie Fahrten in Kriegs- und Krisengebiete. Das Fahren ist nur mit gesicherter bzw. entriegelter Gasflasche gestattet.

10.2 Für alle anfallenden Maut-Gebühren hat der Mieter aufzukommen – vor Ort oder vorab per Überweisung. Für Reisen nach Norwegen verpflichtet sich der Mieter, sich vorher auf www.autopass.no über die Zahlungsmodalitäten zu informieren. Des Weiteren ist der Mieter verpflichtet, sich vorher auf www.epcplc.com zu registrieren. Bei Nichteinhaltung erhebt der Vermieter für jede Zahlungsaufforderung eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 50 €.

10.3 Versichert sind Schäden, die bei einem Transport des Fahrzeugs auf einer Fähre dadurch entstehen, dass

    • das Schiff strandet, kollidiert, leckschlägt oder untergeht oder
    • das Fahrzeug aufgrund der Wetterlage oder aufgrund des Seegangs über Bord gespült wird oder
  • das Fahrzeug deshalb über Bord geht, weil der Kapitän anordnet, das Fahrzeug zu opfern, um die Fähre, die Passagiere oder die Ladung zu retten.

10.4 Schäden die durch bei der Nutzung eines Autoreisezugs entstehen sind nicht versichert. Der Mieter verpflichtet sich für die Nutzung eines Autoreisezugs eine zusätzliche Versicherung abzuschließen.

11. Mängel des Reisemobils

11.1 Schadenersatzansprüche des Mieters für Mängel, die vom Vermieter nicht zu vertreten sind, sind ausgeschlossen.

11.2 Der Vermieter haftet insbesondere nicht für vom Mieter zu verantwortende Mängel, die durch unsachgemäße Benutzung des Wohnmobils und dessen technischer Einrichtungen herbeigeführt wurden.

11.3 Nach Mietbeginn festgestellte Mängel am Reisemobil oder seiner Ausstattung hat der Mieter noch während der Mietzeit schriftlich gegenüber dem Vermieter anzuzeigen. Schadenersatzansprüche aufgrund später angezeigter Mängel sind ausgeschlossen.

12. Speicherung und Weitergabe von Personendaten

12.1 Der Mieter ist damit einverstanden, dass der Vermieter seine persönlichen Daten speichert.

12.2 Der Vermieter darf diese Daten an Dritte, die ein berechtigtes Interesse haben, weitergeben, wenn die bei der Anmietung gemachten Angaben in wesentlichen Punkten unrichtig sind oder das gemietete Fahrzeug nicht innerhalb von 24 Stunden nach Ablauf der gegebenenfalls verlängerten Mietzeit zurückgegeben wird oder Mietforderungen im gerichtlichen Mahnverfahren geltend gemacht werden müssen. Darüber hinaus kann eine Weiterleitung der Daten an alle für die Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten und Straftaten zuständigen Behörden oder deren Bevollmächtigten für den Fall erfolgen, dass der Mieter sich tatsächlich unredlich verhalten hat bzw. hinreichende Anhaltspunkte hierfür bestehen. Dies erfolgt beispielsweise für den Fall falscher Angaben zur Vermietung, Vorlage falscher bzw. Verlustgemeldeter Personalurkunden, Nichtrückgabe des Fahrzeugs, Nichtmitteilung eines technischen Defekts, Verkehrsverstößen u.ä.

12.3 Vor Vertragsabschluss kann eine Auskunft über das Zahlungsausfallrisiko des Mieters bei einem der folgenden Unternehmen eingeholt werden:

infoscore Consumer Data GmbH
Rheinstraße 99
76532 Baden-Baden

CEG Creditreform Consumer GmbH
Hellersbergstr. 11
41460 Neuss

SCHUFA Holding AG
Verbraucherservicezentrum
Postfach 5640
30056 Hannover

13. Abtretungsverbot

Die Abtretung von Ansprüchen aus dem Mietvertrag an Dritte, wie z.B. Ehepartner oder weitere Mitreisende, ist ausgeschlossen. Genauso die Geltendmachung sonstiger Ansprüche im eigenen Namen.

14. Hinweis gemäß § 36 Verbraucherstreitbeilegungsgesetz (VSBG)

Der Vermieter wird nicht an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle im Sinne des VSBG teilnehmen und ist hierzu auch nicht verpflichtet.

15. Schlussbestimmungen

Alle Vereinbarungen bedürfen der Schriftform. Sollten einzelne Bestimmungen der Geschäftsverbindungen unwirksam sein oder werden, so hat diese Unwirksamkeit auf die anderen Punkte keinen Einfluss. Die unwirksam gewordenen Bestimmungen müssen so umgedeutet werden, dass ihr Zweck in wirksamer Weise erfüllt werden kann. Zwingende Vorschriften bleiben unberührt und gelten als solche vereinbart.

Bullibü Campervermietung
Thorsten Turck, Friedensallee 128, 22763 Hamburg